Exkursionen für Grundschulen in den Osterferien 2012
Unter dem Thema „Mystik, Kult und Heiligtum“ untersuchten über 1000 Kölner Grundschüler Orte, die Stoff für Legenden liefern. Auf dem Programm standen die Stadtpatronin Ursula mit ihren 11.000 Jungfrauen,römische Tempelüberreste, die auf heidnischen Kultstätten aufbauen, Reliquienhandel im Mittelalter, Machtkampf zwischen Kirche und Stadt sowie Wucherei. Die Kinder untersuchten den Keller von Sankt Kunibert mit seinem Kinderbrunnen, den Friedhof unter Sankt Severin, die mit Knochen verzierte Goldene Kammer von Sankt Ursula sowie die Tempelüberreste in Sankt Maria im Kapitol. Dabei wurde vermittelt, warum diese Kirchen dort stehen, auf was sie aufgebaut wurden und welche geschichtlichen Quellen sie überliefern. Warum war Köln im Mittelalter eine der bedeutendsten Städte Europas, welche Legenden ranken sich um die Orte und was können wir heute davon lernen? Selbstverständlich wurde auch der Heilige Dreikönigenschrein im Kölner Dom und die Domschatzkammer besucht.
Köln um 1620
Außerdem wurde geomantisches Wissen ausprobiert, um nachvollziehbar zu machen, warum gerade hier und nicht in Düsseldorf eine römische Stadt gegründet wurde. Ist Köln ein magischer Ort? Die 59 Exkursionen fanden in der zweiten Woche der Osterferien statt. Für die 1. Woche der Osterferien erhielten alle mitmachenden Kinder Arbeitsblätter zur Vorbereitung auf die Kölner Spurensuche.
Projektleitung: Priska Höflich, Assistenz: Lara Berens, SK Stiftung Kultur
Jedem Jeck sing Pappnas - Carne Vale Mobile
Entwurf eines Karnevalswagens für den Rosenmontagszug 2012
Fotos: Dr. Ralf Convents, Priska Höflich
Die SK Stiftung Kultur und das Festkomitee Kölner Karneval haben junge Designstudenten der Köln International School for Design in Kölner Grundschulen geschickt. Während der Herbstferien entwickelten 28 Designstudenten mit über 200 Kindern Wagenmodelle für den Kölner Rosenmontagszug. Das Projekt war so erfolgreich, dass drei Wagen für Rosenmontag gebaut wurden: Für die Philharmonie, die KG Uhu und die Kölsche Narrengilde.
Das Sessionsmotto: „Jedem Jeck sing Pappnas“ wurde frei interpretiert. Die Kinder setzten aber auch Schulthemen, Wünsche für die Zukunft und ihre Sorgen um die Welt künstlerisch um. Die Ergebnisse aus Klettenberg, Dellbrück, Holweide, Buchforst, Bickendorf, Esch, Zündorf, Merkenich, Höhenberg, Urbach, Flittard, Neu-Ehrenfeld, Ehrenfeld, dem Agnesviertel und aus Porz-Ensen waren sehr unterschiedlich und inspirativ. Ursprünglich war geplant, nur den besten Entwurf für den Kölner Rosenmontagszug bauen zu lassen. Zugleiter Christoph Kuckelkorn entschied sich aber aufgrund der originellen Entwürfe, auch Platz zwei und Platz drei als offizielle Wagen zu realisieren.
Wir gratulieren Peter Haas und der Katholischen Grundschule Baadenberger Str. zum 1. Platz (2. Bild) . Ihr Modell hat Krieg und Frieden als graue Welt der Panzer mit spielenden Kindern konfrontiert. Julia Severien und Lena Wunderlich machten mit der Katholischen Grundschule Kupfergasse in Porz-Urbach den 2. Platz (3. Bild). Sie haben unterschiedliche Nasen auf eine Discokugel geklebt und sich drehen lassen. Die Umdrehung des Sessionsmottos und das Eigenleben der unterschiedlich dekorierten Nasen begeisterten die Jury. Malte Stein und Mark Daniel haben mit den Kindern aus dem Spoerkelhof in Merkenich einen interaktiven Wagen gebaut, der den 3. Platz belegt (4. Bild). Alle drei fuhren am 20. Februar 2012 unter 33 offiziellen Karnevalswagen beim Rosenmontagszug mit. Die Kinder, die am Projekt teilgenommen haben, durften als Fussgruppe mitlaufen. Der Deutsche Sparkassen und Giroverband zeichnete dieses Projekt mit dem DAVID in Berlin aus.
Wandern ist in. Auch in der Stadt. Wie schön und abwechslungsreich der Kölner Stadtrand ist, kann man auf dem Kölnpfad erleben. Wir empfehlen zwölf Touren für Familien mit Kindern auf dem insgesamt 170 langen Kölnpfad, die zwischen 4,5 und 11 Kilometern lang sind. Besonders praktisch ist, dass alle Start- und Endpunkte mit der KVB zu erreichen sind.
In den Osterferien 2011 wanderten 800 Kinder aus 22 Kölner Grundschulen auf dem 170 km langen Kölnpfad. Sie machten viele Erfahrungen. Einige waren vorher noch nie im Wald. Andere zum ersten Mal auf einer Rheinfähre. Walderlebnispädagogen und Köln-Experten begleiteten sie und stellten dabei fest: Wandern ist dann der Knaller, wenn die Touren nicht zu lang sind und der Spassfaktor nicht zu kurz kommt. Und genau da hat der Kölnpfad viel zu bieten. Es gibt interessante Spielplätze, die zu abwechslungsreichen Pausen einladen. In Weihern, Baggerlöchern und am Rhein können die Füße im Wasser baumeln. Wilde Tiere sieht man überall, wenn man die Augen dafür aufmacht: Fischreiher, Enten mit farbenprächtigen Federkleidern, ab und zu einen Fuchs und Insekten unterm Blätterteppich. In den Osterferien liefen 34 geführte Wanderungen mit Sängern, Walderlebnispädagogen und Kölnexperten.
Wenn man als Familie den Kölnpfad erkundet, ist es ratsam, vorab das Buch zum Kölnpfad von Steffi Machnik zu lesen und die Wanderkarte des Kölner Eifelvereins mitzunehmen.
Die Kinder werden erleben, wie interessant der Stadtrand ist und dass sie mit der KVB dorthin kommen. Der Kölnpfad ist optimal an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Sie werden die Wanderzeichen suchen, Wildkräuter kennen lernen und verzehren, Kiesgruben erforschen, mit Fähren fahren und die ihnen unbekannten Veedel entdecken. „Wat hät dä Dünnwald, wat dä Königsforst nit hät?“ ist eine der Fragen, die sich Kinder vielleicht stellen, wenn sie „eimol öm de Stadt eröm gelaufe sin“. Zum Projekt hat die Akademie för uns kölsche Sproch der SK Stiftung Kultur ein Checkbuch erstellt, das kostenlos als download zur Verfügung steht.
Die Stadt ist auch der Lebensraum für Kinder. Lernt ihn kennen!
Priska Höflich und Patricia Schönbach
Die kompletten Infos zu den Touren, die von der SK Stiftung Kultur mit den Kindern abgewandert wurden, stehen hier als download zur Verfügung.